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Nachdem im 2. Jh.v.Chr. römische Legionäre das Fischerdorf der Histrer einnahmen, wurde der Hügel rasch zu einer Siedlung ausgebaut. Um 40 v.Chr. wurde die "Colonia Julia Pollentia Herculanea" zu einer bedeutenden Handelskolonie ausgebaut. In der Zeit des Kaiser Augustus (27v.-14.n.Chr.) entwickelte sich die "Pietas Julia" - wie Pula damals hieß - zu einer florierenden Provinz-Hauptstadt und galt mit über 30.000 Einwohnern als bedeutender römischer Besitz an der nördlichen Adria. Noch heute lassen sich viele Überreste aus der römischen Zeit Pulas entdecken.
Das Amphitheater von Pula zählt zu der schönsten Sehenswürdigkeit Istriens. Das zur gleichen Zeit wie das Kolosseum in Rom erbaute Theater hat die Form einer 130 m langen und 105 m breiten Elipse, und ist noch sehr gut erhalten. Faszinierend wirken die 33 m hohen Arkadenbögen des Theaters. In den unterirdischen Gängen des Theaters finden sich Ausstellungen zum Wein- und Olivenanbau der Römer. Heute dient das Theater als Freilichtbühne für eine Vielzahl von kulturellen und musikalischen Aufführungen.
Der Augustus-Tempel ist eine weitere Hinterlassenschaft aus dem römischen Reich. Weil er noch bis in die Spätantike als Kirche umgewandelt wurde, ist der im 1. Jhd. erbaute Augustus-Tempel noch sehr gut erhalten. Im Innern des Gebäudes finden sich eine Auswahl an römischen Skulpturen und Porträtbüsten. |